Weinwandern im Vulkanland

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Ende August war mal wieder Wein-Genuss-Wandern angesagt. Und zwar in der Steiermark. Ich hatte diesen Tag schon sehnsüchtig herbeigesehnt, denn aufgrund der ersten Lockdown Phase im Frühjahr hatte sich unser Weinvorrat bedrohlich dem Ende zugeneigt. Panik im Keller macht sich breit, als ich die leeren Regale vor mir sah.
Und Entspannung, als sich herausstellte, dass wir unsere geplante Tangoreise in die Steiermark durchführen konnten.  Da ich schon seit mehreren Jahren hierhin reise, wusste ich, dass wir dort garantiert fündig werden und jede Menge guter Tropfen mit nach Hause nehmen werden. 
Ich trinke mittlerweile für mein Leben gerne Sauvignon Blanc aus der Steiermark. Das weiß ich seit geschätzten fünf Jahren, also seitdem die Steiermark zu den Lieblingszielen meiner Tangoreisen gehört. Bis dato hatte ich Sauvignon Blanc immer nur mit Neuseeland oder mit Kalifornien in Verbindung gebracht.  Aber wie
so oft: Das Gute liegt fast vor der eigenen Haustür. Man muss es eben nur finden. Und sich darauf einlassen. In diesem Fall heißt es: Probieren, probieren, probieren....

Als wir vor einigen Jahren zum ersten Mal in der Steiermark waren, gurkten wir wie die Verrückten auf Entdeckertour durch die Region. Mit einer „Genusscard“  - ausgestattet vom Hotel -  kann man es durchaus schaffen, das Auto innerhalb kürzester Zeit mit zahlreichen kulinarischen Schätzen zu füllen. Kernöl, Schokolade, Essige, Speck, Käferbohnen, leckerster Apfelsaft und natürlich jede Menge Wein…
Mehr oder weniger zufällig landeten wir damals in der Gesamtsteirischen Vinothek in St. Anna am Aigen im Vulkanland. Hier kann man nicht nur Wein kaufen und degustieren, man kann hier auch wandern.
Weinwandern! Auf dem Weinweg der Sinne!!! 
Die ideale Win-Win Situation dabei ist: Wandern = Kalorien loswerden an der frischen Luft und Wein kaufen = Kellervorrat auffüllen für die grauen Novembertage daheim. 
Verlaufen kann man sich hier garantiert nicht: immer der Flasche nach!

Der gesamte Wanderweg ist 14 km lang und es sind diverse Hügel zu ersteigen. Also echte Hügel!  Man kommt dabei ganz schön in`s Schwitzen...
Aber bei solch einer Aussicht erklimme ich gerne den ein oder anderen Weinberg. 
Außerdem könnte man auch die ein oder andere angezeigte Abkürzung nehmen, wenn man will. Will ich aber nicht.
Es ist soooooo schön hier!!! Und so herrlich grün! 

Und es gibt hier überall Lade Stationen. Wer da an E - Bikes denkt, liegt falsch.  

Lade Stationen sind hier "walk-in & sit-down" Relax-Stationen mit grandioser Aussicht & mit grandioser Auswahl der hauseigenen Weine. Und mit viel Vertrauen in den Gast. 

Denn bezahlt wird hier so:

Und das überall entlang des Weinwegs der Sinne. Anscheinend ist hier die Welt wirklich noch in Ordnung und der Sinn für Ehrlichkeit ist noch vorhanden. Man bezahlt hier ehrlich für das, was man sich frei nehmen darf.

Glücklich & beschwingt laufen wir von Weingut zu Weingut und als der erste kleine Hunger sich breit macht, taucht wie eine Fata Morgana ein Cafe am Wegesrand auf. Sozusagen vollkommen unerwartet und aus dem Nichts.
So was mag ich!

Wir entscheiden uns für eine Malakoff-Torte und einen Capuccino. Zwischendurch darf´s ja auch mal was Süßes sein. Man kann nicht rund um die Uhr nur Wein verkosten. Auch wenn es nirgends so viel Spaß macht wie hier beim Weinwandern. Die Steirer wissen schon, was gut ist und gut tut.
Und ja, wir wollten eigentlich auch Wein kaufen. Und das tun wir nun. Nachdem wir spontan die Abkürzung zurück nach St. Anna genommen haben, fahren wir Teile der Strecke mit unserem Auto wieder zurück, um es zu beladen.
Der Winter kann kommen, wir haben bestens vorgesorgt!

Zur Belohnung gab es dann noch eine Brettljause. Das haben wir uns auch noch verdient, finden wir. 
Uns ist es jetzt schon klar: nächstes Jahr gerne wieder! So viel Charme, Liebe zum Wein und Gastfreundlichkeit haben wir selten erlebt wie hier im schönem Vulkanland in der Südoststeiermark. 

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