Linsencurry "Zum Niederknien"

19. Februar 2021 Herbst | Winter | Suppe | Aus fernen Welten
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Vorbereitung: 20 Minuten

Zubereitung: 45 Minuten

Portionen: 4

Kennt Ihr den Ausdruck „zum Niederknien“? Bei uns in Bayern höre ich diese Redewendung relativ oft, wenn es um Genuss beim Essen geht. „Zum Niederknien“ kann zum Beispiel ein guter Schweinsbraten mit Knödeln sein... oder ein Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster. Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen, denn einen richtig guten selbstgemachten Kaiserschmarrn bekommt man gar nicht mehr so oft in einer bayerischen Wirtschaft. Aber das ist ein anderes Thema.
Bei mir war es heut soweit mit dem Niederknien, als ich mein Linsencurry probierte. Eigentlich, als ich es abschmecken wollte. Was gar nicht mehr nötig war. Es war ab dem ersten Löffel perfekt. Zum Niederknien gut.
So gut, um den Topf bis auf die letzte Linse auslöffeln zu wollen…
Übrigens: Ich habe gegoogelt, da es mich einfach interessiert hat, woher die Redewendung "zum Niederknien" eigentlich kommt. Früher kniete man nieder als Demutsgeste gegenüber einer höheren Person. In vielen Religionen wird das Niederknien auch heute noch praktiziert, sowohl zur Anbetung, als auch in der Gebets- und in der Meditationshaltung. Allerdings wird heutzutage der Ausdruck „zum Niederknien“ auch immer mehr in Verbindung gebracht bei Kunst, Ästhetik und Genuss. 
Passt doch! 

Linsencurry "Zum Niederknien"

Herbst | Winter | Suppe | Aus fernen Welten
  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Zubereitung: 45 Minuten
  • Portionen: 4

Von dieser Suppe kann man gleich mehr kochen. Man isst sie sowieso sofort auf, oder spätestens am nächsten Tag ist der Topf leer. Löffel eintauchen, Augen zu und genießen! Schon erstaunlich, welches Aroma aus diesen wenigen Zutaten entstehen kann.

Zutaten

  • 3 Teelöffel Olivenöl
  • 2 mittelgroße Süßkartoffeln, grob gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 3 Teelöffel rote Thai Currypaste
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 rote Chilischote, fein gehackt
  • 1 daumenstück großer Ingwer, fein gehackt
  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 250 g rote Linsen
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Dose Kokosmilch, 400 ml
  • 100 g Babyspinat
  • Saft von einer halben bis ganzen Limette
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Zubereitung

  • 1)

    In einem gusseisernem Topf zwei Teelöffel Olivenöl erhitzen und die gewürfelten Süßkartoffeln knusprig anbraten, ca. 8 Minuten. Dann herausnehmen und zur Seite stellen. 

  • 2)

    Nun einen weiteren Teelöffel Olivenöl erhitzen und bei mittlerer Hitze die Zwiebel glasig andünsten. Dann die Curry Paste, Kurkuma, Knoblauch, Chili und Ingwer zugeben und ca. 1 Minute kurz anrösten bis die Gewürze zu duften beginnen. 
    Jetzt die Linsen, 1 Teelöffel Salz und die Süßkartoffeln in den Topf geben und umrühren. Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und kurz zum Kochen bringen.

  • 3)

    Die Mischung ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen. Die Linsen sollten noch nicht komplett zerfallen, aber weich sein. Anschließend die Kokosmilch zugeben und weitere 10 - 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. 

  • 4)

    Nun sollte eine cremige Konsistenz entstanden sein. Zum Abschluss den Spinat, gewaschen und gut abgetropft, sowie den Limettensaft zugeben. Bei Bedarf noch etwas Salz zugeben. FERTIG! 

Notizen

Ich hatte dazu noch ein selbstgebackenes Naan Brot dazu gereicht. Aber eigentlich braucht man auch "gar nix dazu". Wenn Ihr aber dennoch gerne das Rezept zum Naan Brot haben möchtet, dann schreibt mir einfach eine Nachricht.

Kommentare (4)

  • Patricia Hilliges

    20.02.2021 um 13:14

    Das werde ich nachkochen! Mal sehen wer sich niederkniet ...😁

    1. Anette Spiegel

      22.02.2021 um 10:49

      Hallo Patricia, da bin ich ja gespannt, halt mich auf dem Laufenden! Viele Grüße nach Florenz, Anette

  • Angelika

    21.02.2021 um 20:50

    Ich habe dieses Rezept mit schwarzen Beluga Linsen gekocht. Ist auch super lecker und die Beluga Linsen zerkochen nicht so.

    1. Anette Spiegel

      22.02.2021 um 10:50

      Hallo Angelika, interessant, vor allem wie es dann farblich aussieht? Ich persönlich finde die cremige & leicht "zerkochte" Konsistenz besonders fein in Kombination mit der Kokosmilch. Sonnige Grüße, Anette

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